Pädagogik
„Was man einem Kind beibringt kann es nicht mehr selbst entdecken.
Aber nur das, was es selbst entdeckt, verbessert seine Fähigkeit,
Probleme zu verstehen und zu lösen.“
Piaget
Konzeption
Religionspädagogisches Profil
Wir leben unseren Glauben im alltäglichen Miteinander. So begleitet uns zum Beispiel das tägliche Gebet, ob beim Essen oder bei unseren traditionellen Festen und Feiern im Kirchenjahr. Es ist uns wichtig, den Kindern zu zeigen, dass sie Gott vertrauen und mit ihm reden können. Sie sollen spüren, dass sie so, wie sie sind, geliebt und angenommen werden. Dabei sind wir gleichzeitig offen und tolerant gegenüber anderen Religionen und Glaubensrichtungen.
Unser Auftrag ist es, mit den Kindern die Liebe Gottes zu entdecken und in einer Gemeinschaft christliche Werte vorzuleben und zu erfahren. Wir möchten außerdem den Kindern eine wahrheitsgetreue Orientierung geben, damit der ursprüngliche Sinn von christlichen Festen nicht verloren geht.
Mitbeteiligung, Mitbestimmung und Beschwerderecht
Unser Grundsatz: Beschwerden sind ein Geschenk und sind erwünscht!
Beschwerden können in unserer Kita von Eltern, Kindern und Mitarbeitern in Form von Kritik, Verbesserungsvorschlägen, Anregungen oder Anfragen ausgedrückt werden.
Ihre Meinung ist uns wichtig! Sie können entweder den Feedbackbogen ausfüllen, sich an den Elternbeirat wenden oder uns auch sehr gerne direkt ansprechen. Einmal jährlich findet eine Elternbefragung statt, die vom Kita-Zentrum St. Simpert organisiert und ausgewertet wird. Die Ergebnisse werden dem Elternbeirat und der gesamten Elternschaft vorgestellt.
In jeder Hinsicht hat ein Kind das Recht darauf, sich aktiv zu beteiligen. Unter Partizipation verstehen wir die Teilnahme an Entscheidungsprozessen und Handlungsabläufen. Uns ist wichtig, dass die Kinder ihre Themen, seien es Verbesserungsvorschläge, Kritik oder Wünsche vorbringen können. Die Meinung der Kinder ist uns genauso wichtig wie (positives) Feedback oder auch Beschwerden von Erwachsenen – auch sie haben das Recht sich zu beschweren und bei Entscheidungen aktiv mitwirken zu können!
Wir sehen Beschwerden als Chance: Sie helfen uns bei der Weiterentwicklung und Verbesserung der täglichen Arbeit in unserer Kita.
Wir wünschen uns eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Eltern, Kindern, Mitarbeitern und dem Träger – vor allem dann, wenn es mal klemmt!
WIR
unterstützen die Kinder bei ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung
WIR
wollen die sprachliche Kompetenz der Kinder unterstützen und weiterentwickeln
WIR
geben den Kindern die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben und sich in einer Gruppe zurechtfinden zu können
WIR
handeln christlich, positiv und wertorientiert
WIR
unterstützen die Kinder bei der Erforschung ihrer unmittelbaren Umwelt
WIR
bieten den Kindern vielfältige Bewegungsmöglichkeiten, musikalische Grunderfahrungen und frühmathematische Bildung
WIR
legen Wert auf ein respektvolles Miteinander
WIR
ermöglichen den Kindern die Erfahrung, mitzubestimmen und damit etwas bewirken zu können
Eingewöhnung
Der Start in einer Kita bedeutet für viele Familien eine große Veränderung. Um Kinder und ihre Eltern beim Eintritt in diesen neuen Lebensabschnitt gut begleiten zu können, ist eine bindungssensible und individuelle Eingewöhnung von großer Bedeutung.
Im Eingewöhnungsprozess stehen eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Kind und Bezugsperson und die individuelle Gestaltung von Ablauf und Dauer der Eingewöhnung im Mittelpunkt. Dabei orientieren wir uns am „Berliner Eingewöhnungsmodell“.
Die Eingewöhnungen der neuen Kinder finden bei uns im Haus gestaffelt statt, damit wir jedem Kind die Zeit geben können, die es benötigt.
Diese Besonderheiten zeichnen uns aus
- gruppenübergreifende, inklusive Arbeit
- großer Garten und Ausflüge in der Umgebung z. B. Wald, Spielplatz
- strukturierte und ritualisierte Abläufe im Gruppenalltag
- gute vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern
- regelmäßiger gemeinsamer Morgenkreis mit allen Gruppen
- Elterngespräche und Hospitationsmöglichkeiten
- regelmäßige Fort- und Weiterbildungen, Besprechungen im Team
- altersgemischte Gruppen und Bücherei in der Kita
- Ausbildung z. B. Praktikanten
- Kooperation mit Schulen und Therapeuten
Gruppenübergreifendes Arbeiten
Unsere Kita ist ein Ort der Begegnung und Bewegung. Wir sehen alle Kinder und Mitarbeitende als Teil einer großen Gemeinschaft. Wir legen Wert darauf, dass die Kinder neben ihrer Stammgruppe auch die Möglichkeit haben, mit Kindern und Mitarbeitenden der anderen Gruppen in Kontakt zu kommen und gruppenübergreifende Freundschaften aufbauen zu können. Die Krippenkinder besuchen unter dem Jahr bereits ihre zukünftige Kindergartengruppe und lernen somit spielerisch den Tagesablauf, die Kinder und die Pädagog/innen kennen.
So schaffen wir Begegnung:
- Frühdienst- und Nachmittagskinder treffen sich zusammen aus allen Gruppen
- Größere Krippenkinder, die nicht mehr schlafen, spielen mit den Nachmittagskindern im Kindergarten
- Immer montags gemeinsamer Morgenkreis mit allen Gruppen in der Turnhalle
- Projekte: z. B. Laternenwerkstatt
- Vorschulaktionen: Vorschule, Vorschulabend, Vorschulausflug
- Mittagessen im Kindergarten
- gegenseitiges Besuchen in den Gruppen – Kinder und päd. Personal
- Übergang von Krippe in den Kindergarten – schon unter dem Jahr möglich
- Feste und Veranstaltungen z.B. Erntedankaltar besuchen, gesundes Frühstück, Ostern etc.
Inklusion – die Vielfalt der Pädagogik
Für uns ist das Zusammenleben aller Menschen mit unterschiedlichsten familiären und kulturellen Hintergründen, verschiedenen Bedürfnissen, individuellen Interessen und Fertigkeiten selbstverständlich.
Inklusion beschreibt eine Pädagogik der Vielfalt, die sich an den Ressourcen eines jeden einzelnen orientiert. Dies beinhaltet, dass alle Kinder in der Gemeinschaft miteinander und voneinander lernen, Spaß haben, spielen, sich Herausforderungen stellen und sich an neuen Sachen ausprobieren. Jeder wird mit seinen Stärken und Herausforderungen angenommen.
Inklusive Arbeit:
- Umgang mit Kindern, die eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung haben
- Inklusionskinder in allen Gruppen
- Einbindung von Kindern mit anderer Familiensprache
- Förderung in kleineren Gruppen
- alltagsintegrierte Unterstützung durch Therapeuten der Frühförderstelle Thannhausen
- Kooperation mit Schulen, externen Therapeuten und Beratungsstellen
„Ein Kind ist wie ein Schmetterling im Wind.
Manche fliegen höher als andere, aber alle fliegen so gut sie können.
Sie sollten nicht um die Wette fliegen, denn jeder ist anders,
jeder ist speziell und jeder ist wunderschön.“
(Verfasser unbekannt)
Bildungs-/ und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
Sie als Eltern sind die Experten/innen für Ihr Kind und werden aktiv in den Bildungsverlauf miteingebunden. Für uns ist eine gute, offene, vertrauensvolle, partnerschaftliche und wertschätzende Zusammenarbeit von großer Bedeutung.
Diese findet u.a. statt durch:
- Aufnahme-/Vertragsgespräche mit der Einrichtungsleitung
- Kennenlerngespräche mit dem jeweiligen Gruppenpersonal
- Entwicklungsgespräche mindestens einmal im Jahr
- Tür- und Angelgespräche während der Bring- und Abholzeiten
- Eltern-Kind-Aktionen z.B. Kita-Fest, St. Martinsumzug, Elternmittag bzw. -nachmittag mindestens einmal im Jahr
- Möglichkeit zur Hospitation in der Gruppe
- Zuverlässige Informationsweitergabe über die Kita-App
- Elternabende z.B. Informationselternabend mit Elternbeiratswahl, Vorschul-Elternabend, Themen-EA, etc.
- gemeinschaftliche Portfolioarbeit mit den Eltern

